• Katie Caiger

Eine Prise #Denglisch? Ein kleiner Einblick in unsere (interkulturelle) Welt!

Aktualisiert: 17. Apr. 2020

"Und, sprechen die Kinder auch Deutsch?", eine Frage, die uns regelmäßig zu Ohren kommt.


Jein, ist die Antwort.


Das mit der bilingualen Erziehung ist nämlich gar nicht immer so einfach, wie man sich das vorstellt. Ich hatte einen Plan: Nur Deutsch sprechen mit der Kleinen, während der Papa nur Englisch spricht. Hat auch gut geklappt in den ersten zwei Lebensjahren, und Deutsch hatte schon allein deshalb die Überhand, weil Daniel den ganzen Tag über aus dem Haus war. Aber dann kam der Kindergarten (oder Nursery), und der Plan war schnell dahin.


Nur Deutsch als Kleinkind


Es war nämlich so, dass unsere Maus nichts verstanden hat. Sie hat geweint, stand verunsichert am Rande, während die englischsprachigen Kinder fröhlich spielten. Das fand ich schwer. Das wollte ich nicht. Also fing ich nach und nach damit an, englische Wörter einzuführen, um ihr die Integration im Kindergarten leichter zu machen.

Wichtige Wörter wie:


Water, milk, potty (Töpfchen) oder picture, weil sie so gerne malt.


Nach einigen holprigen Monaten fühlte sie sich dann allmählich wohler und konnte ihre Schüchternheit immer mehr überwinden. Sie kam stolz nach Hause mit Sätzen wie "Look, my picture!", "In a minute" oder "Daddy working".


Englisch lernen war ein Muss


Zu wissen, dass sie Anschluss gefunden hatte und sich wohlfühlte, gab mir ein gutes Gefühl. Schließlich wollte ich ihr keine Schwierigkeiten bereiten, indem ihre Mami nur Deutsch sprach. Ihre Zweisprachigkeit sollte niemals zum Laster werden.



Mit den Freundschaften und englischen Verwandten, aber spätestens mit der Einschulung kurz nach dem 4. Geburtstag nahm Englisch dann Platz 1 ein. Während Daniel und ich untereinander beide Sprachen sprechen, ist die Hauptsprache unserer Mädchen Englisch. Beide verstehen (fast) alles, was wir auf Deutsch sagen. Unsere ältere Tochter kann mit einfachen Sätzen auf Deutsch antworten, unsere Jüngere etwas weniger. Das liegt auch daran, dass wir ab ihrer Geburt eine andere Arbeitsaufteilung und einen anderen Tagesablauf hatten.


Wort und Schrift kommen dazu