• Katie Caiger

Was ist Resilienz und was macht eine Resilienztrainerin?

Aktualisiert: 12. Sept. 2021


Stell dir vor, Du hast einen Küchenschwamm in der Hand und drückst ihn so fest wie es geht zusammen. Was passiert, wenn Du ihn wieder loslässt? Genau, er springt in seine Ursprungsform zurück. In der Psychologie reden wir auch vom „Bounce-back-Faktor“.


Genau das kannst Du Dir auch vorstellen, wenn wir von resilienten Menschen sprechen.


Wenn ein Mensch besonders gut ausgeprägte Resilienzfertigkeiten hat, kann er sich effizient und nachhaltig von Widerständen, Rückschlägen, Lebenskrisen und anderen Herausforderungen erholen. Im Idealfall schafft es ein resilienter Mensch, aus diesen Erfahrungen stärker hervorzugehen. Wie man das erlernen kann und welche Faktoren für eine gute Resilienz besonders zählen, erfährst du hier.



Die 7 Säulen der Resilienz


Vereinfacht auf den Punkt gebracht: Resilienz-Modelle gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Die US-Psychologen Karen Reivich und Andrew Shatté beschreiben in ihrem Werk „The Resilience Factor“ 7 Säulen der Resilienz, wobei Optimismus meist als die Grundvoraussetzung der folgenden sechs Säulen verstanden wird.



Hier die gängigen 7 Säulen für Dich zusammengefasst:

  1. Optimismus: Der feste Glaube daran, dass Lebenskrisen nach einer gewissen Zeit überwunden werden können. Keine naive Schönmalerei, sondern Hoffnung auf Besserung steht hier im Vordergrund.

  2. Akzeptanz: Schritte zur Krisenbewältigung sind erst dann möglich, wenn man den Tatsachen ins Auge blickt. Auch fällt Frust weg, wenn wir den Augenblick so annehmen, wie er gerade ist.

  3. Lösungsorientierung: Mit Optimismus und Akzeptanz gilt es, Stress zu bewältigen und gezielt nach Lösungen zu suchen. Du hast das Ruder in der Hand.

  4. Raus aus der Opferrolle: Statt sich als Opfer zu sehen, konzentriert man sich auf seine Stärken (Stichwort: Selbstwirksamkeit!).

  5. Verantwortung übernehmen: Verantwortung für das eigene Handeln bedeutet auch, sich nicht ständig selbst als Sündenbock zu fühlen.

  6. Netzwerkorientierung: Aufrechterhaltung eines stabilen sozialen Umfelds, um gemeinsam Wege aus der Krise zu finden.

  7. Zukunftsplanung: Mit der richtigen Vorbereitung ist man für die Höhen und Tiefen gewappnet, die einem das Leben bringen kann. Entscheidend ist hierbei eine realistische Planung.

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